iBeacons

Schon witzig, wie über Jahre erwartet wurde, dass im nächsten iPhone ein NFC-Chip verbaut wäre, und dem mobilen Bezahlen endlich zum Durchbruch verhelfen würde. Es kam auf überraschende Weise anders. Auf der letzten WWDC stellte Apple iBeacons vor. Kleine Sender können über Bluetooth über bis zu 10 Meter Abstand mit Smartphones kommunizieren. Im Video sieht man ein paar Verwendungesfälle, darüber hinaus ist möglich: Mobiles Bezahlen, automatische Check-ins im Hintergrund, sowie Navigation innerhalb von Gebäuden, weil man mit mehreren Beacon-Sendern den Ort des Smartphones genau berechnen kann. Und das lustige: Auch in älteren iPhones1 wurden die nötigen Bluetooth-Chips verbaut2 und so wurden über ein Softwareupdate über Nacht Millionen von Telefonen beaconfähig – und entsprechend hoch ist die Motivation, als Unternehmen auf diese Technologie aufzubauen. Ein weiterer Vorteil ist der niedrige Strombedarf. Was ich mich gefragt habe: Können diese Sender einfach alle Smartphones im Umkreis vollspamen? So sieht es nämlich auch in dem Video aus. Zum Glück ist das nicht so: Man muss als Nutzer die App zum Beispiel der Kleidungskette installiert haben, damit diese, wie im Video, personalisierte Angebote aufs Smartphone pushen kann. Wenn es nervt, deaktiviert man die Funktion einfach in der App. Und wenn man wirklich mal seine Ruhe haben will, schaltet man Bluetooth einfach aus.


  1. ab dem iPhone 4S 

  2. wegen den Unterschiedlichen Android-Smartphone-Modellen kann Google diese Funktion nicht auf einmal für alle bis zu zwei Jahren alten Geräten aktivieren