→ Master of many trades

Ein Aufruf, Generalist zu werden. Mit vielen überzeugenden Argumenten:

  • Vor allem beim Übertragen von Wissen aus einem Fachbereich in einen anderen entstanden wichtige Erfindungen.
  • Umso mehr man lernt, umso besser wird man darin, Neues zu lernen. Ein Teufelskreis.
  • Bis ins hohe Alter ist es möglich, Neues zu erlernen. Also kein Stress.
  • Als Lernstrategie ist es effektiver, sich auf ein Thema zu konzentrieren und viel Zeit dafür aufzuwenden, als viele Sachen parallel zu lernen, und für jede nur ein bisschen Zeit zu haben.

→ Flavor

And what do I like about food? […] It’s a metaphor for how we interact with the world. On sad moments and on happy moments. It’s a matter for conversation, it’s a transformation of our environment. With food we literally consume light and weather. We are putting the world into our bodies.

Ja! So sprach René Redzepi, Chefkoch des Noma. Und so muss man es einfach sehen, wenn man den Wert von Lebensmitteln nicht unterschätzen will.

via

→ Die schon wieder!

Wann habe ich eigentlich angefangen, mich zu wundern?

War es im März, als der Altpunker Campino (50) für den wichtigsten deutschen Musikpreis Echo nominiert wurde, gemeinsam mit den Altrockern Bruce Springsteen (63), Joe Cocker (68) und Peter Maffay (63)?

War es im Winter, als die Altpolitiker Peer Steinbrück (66) und Rainer Brüderle(67) zu Hoffnungsträgern ihrer Parteien gekürt wurden?

Oder war es nach der Wahl in Italien, wo seither ein 87-jähriger Staatspräsident und ein 76-jähriger korrupter Milliardär um die Macht rangeln, gemeinsam mit einem 70-jährigen ehemaligen Investmentbanker, einem 64-jährigen Komiker und einem 61-jährigen Sozialdemokraten?

Anita Blasberg

→ Das Beste aus aller Welt

»Leider gibt es in der Europäischen Union zu viele Möglichkeiten«, sagte Šemeta, »seine Steuern ganz offen zu minimieren. Diese erlauben einigen multinationalen Unternehmen, eine aggressive Strategie zur Steuervermeidung zu betreiben.«

Eine Billion Euro. Das sind tausend Milliarden Euro, nicht wahr? Das ist ein Betrag mehr als dreimal so hoch wie die Ausgaben im Bundeshaushalt 2013.

Irgendwo las ich auch, dass Deutschland durch die Euro-Krise im allerschlimmsten Fall bis zum Jahr 2015 Kosten in Höhe von 70,8 Milliarden Euro entstünden.

Ich bin kein Fachmann. Im Grunde frage ich mich bloß: Warum ist Europa eigentlich überhaupt in einer Finanzkrise?

Axel Hacke

→ Hotel Wahnsinn

Kilis an der türkisch-syrischen Grenze ist der letzte Ort vor dem Krieg, ein paar Kilometer weiter feuert die Artillerie. In einem schäbigen Hotel treffen sich hier Journalisten, Helfer – und friedensmüde Abenteurer.

Fritz Schaap

→ Die Qual der Zahl

Nachts schiebe ich den Fitbit-Tracker in ein Stoffarmband, dort misst er meinen Schlaf. Die Geschwindigkeit und Distanz meiner Joggingrunden berechne ich mit einem Sensor, der in meinem Laufschuh steckt. Meinen genauen Aufenthaltsort lasse ich von Google Latitude mithilfe meines Smartphones ermitteln. Die Handy-App »ReadMore« hält fest, wie viele Buchseiten ich jeden Abend vor dem Einschlafen lese; und britische Forscher, die eine App namens »Mappiness« entwickelt haben, piepen mich zweimal am Tag an und fragen meine Lebenszufriedenheit ab. Was mir noch fehlt: ein Sensor, der misst, wie viel Zeit ich jeden Tag mit der Datenerhebung verbringe. Daumenpeilung: eine knappe Stunde täglich.

SZ-Magazin

 

→ Hipster in Shanghai

Warum gerade in Shanghai so viele extrem gutaussehende und gut angezogene Franzosen sind, ist ein Rätsel. Bis auf Carrefour gibt es nämlich nicht besonders viele französische Firmen in China. Eine Erklärung ist das französische Elitegeklüngel: Alle reichen Franzosen gehen auf Elite-Schulen und Elite-Universitäten in Paris. Dort lernen sie andere elitäre Franzosen kennen. Manche von ihnen haben Firmen in Shanghai oder kennen jemanden, der in Shanghai, Praktika vermittelt. Unter dieser Gruppe solle es seit ein paar Jahren sehr hip geworden sein, ein Praktkum in Shanghai zu machen. Es gibt in der Yongkang Lu auch ein Cafe, das sich “Les Stagiaires” nennt – das soll “Die Praktikanten” heißen. Es ist schräg gegenüber vom französischen Metzger. Darauf einen Pastis.

Reisebetriebener Roboter

→ Be More Productive. Take Time Off.

Jason Fried for NYtimes:

I wanted to do something about this. So, at 37signals, the software company I’ve run for the past 13 years, we take inspiration from the seasons and build change into our work schedule.

For example, from May through October, we switch to a four-day workweek. And not 40 hours crammed into four days, but 32 hours comfortably fit into four days. We don’t work the same amount of time, we work less.

I think he’s right. Jason Fried at TEDx.