Wird Google gefährlich?

Im September 2011 fragte ich mich, ob facebook mit der Präsentation des neuen Profils, das  mit etwas Verspätung in Deutschland ankam und in den nächsten Wochen für alle Nutzer verpflichtend wird, gefährlich wird. Eher nicht, dachte ich, weil die Motivation, ein genaues und gleichzeitig übersichtliches Protokoll über das eigene Leben im Internet zu führen, für die meisten Menschen recht niedrig ist. Die Chronik wird im schlimmsten Fall zu einer Art Lebenslauf, der so durchgestylt ist, dass er wenig verrät. Auch eine Gegenreaktion ist vorstellbar, nämlich dass Privates immer seltener auf facebook preisgegeben wird. Ich halte ein wenig gepflegtes Profil als Zeichen für ein erstrebenswertes Selbstbewusstsein, vielleicht sehen das bald mehr Menschen so.

Heute stellt sich die selbe Frage für einen anderen Internetgiganten – Google. Wird Google gefährlich? weiterlesen

Macht facebook unglücklich?

„Das Leben ist unfair und die anderen sind alle glücklicher als ich“ – zu diesen Schlüssen kommen Menschen eher, je länger sie bereits bei Facebook angemeldet sind und je mehr Zeit sie pro Woche in dem sozialen Netzwerk verbringen.

Zitat aus einem Artikel des SZ-Digitalblogs.

Press Pause Play

Sehr interessante (und stylische) Doku über ein spannendes Thema, über das ich vor zweieinhalb Jahren mal geschrieben hab, und mich heute noch beschäftigt. Wie beeinflussen die neuen digitalen Möglichkeiten Arts and Artists?

Das Ende des Wachstums

Bedingt durch die zunehmende Dringlichkeit wird immer öfter über Alternativen zum Wachstum als oberstes Ziel unserer Gesellschaft nachgedacht. Bisher wurde das Wachstum der Wirtschaft als Allheilmittel gegen Arbeitslosigkeit, Schulden und soziale Ungerechtigkeit gesehen. Das Kalkül war, dass Wachstum immer mehr Menschen ein festes Einkommen ermöglicht, die Rückzahlung der Staatsschulden erleichtert und zu der Lebenszufriedenheit verhilft, die der stetige Aufstieg gibt.

Der kontinuierliche Aufbrauch unserer Ressourcen und dessen kostspielige Folgen der Umweltkatastrophen zwingt uns auf kurz oder lang zum Umdenken. Eine Alternative zum Wachstum muss her. Wachstum als Ziel bedeutet für den Einzelnen das ständige Ersetzen und Bereichern des Haushaltsbestands, also ganz explizit auch durch Dinge, die weder gebraucht werden, noch lange halten. Vorschläge, die ich bisher las, forderten deshalb naheliegender Weise das Gegenteil von Konsum: Verzicht. Auf elektronische Helfer, Reisen, Plastik. Das ist weder angenehm, noch vermittelbar.

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Meine Musik des Jahres 2011


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Mir gefiel die Idee, alle 365 Tage wieder drei CDs zu meiner Musik des Jahres zu küren, sehr. In diesem ist es nicht ganz einfach, nicht aus Mangel an guter Musik, sondern weil ich mehr einzelne Lieder und kaum ganze Alben hörte. Umso einfacher fällt es mir, meinen Musiker des Jahres zu wählen: Jamie XX. Wie er Gil Scott-Heron remixt. Auch seine Bearbeitungen anderer Musiker hauen mich um: Rolling into Deep, Bloom, Pull my Heart away. Und natürlich sein Essential Mix für BBC Radio 1, eine große Entdeckung für mich für dieses Jahr. Das ist zwar Musik aus dem Computer, und doch steckt darin so viel Soul. Unglaublich gut.

Unendlich gut ist außerdem Hest von kakkmaddafakka und das Album von Selah Sue, und damit wären die Drei doch schon vereint.

Zwischen Freizeitfachmann und Hobbygeneralist

Ich saß gerade beim Frühstück in meinem Café, als ein Mann zur Tür herein kam und einen Stapel Magazine zurückließ. Das schicke Magazin hatte nur einen Zweck: Das Programm der Red Bull Music Academy bekannt zu machen. So erfuhr ich davon.

Am Sonntag fanden in der Nähe meiner Wohnung, genauer gesagt in der Casa Encendida, Workshops der Music Academy statt. Weil es nicht weit war, schaute ich mal vorbei und blieb bei Podiumsgesprächen hängen. Zwischen Freizeitfachmann und Hobbygeneralist weiterlesen