Die gesellschaftliche Herausforderung der Automatisierung

Es gibt viele Theorien darüber, wie Donald Trump die Wahl gewinnen konnte. Keine allein bietet eine vollständige Erklärung. Eine lautet, dass die Abgehängten ihn ins Amt hoben. Er gab ihnen das Gefühl, dass er ihre Sorgen verstand und lindern würde. Rettung sehen sie nicht in der Zukunft, in technologischem Fortschritt und allgemeiner Progressivität, sondern in der Vergangenheit, darin, den Zustand der 60er Jahre wiederherzustellen. Überrascht wurden die Demokraten und die liberale Weltgemeinschaft von deren Anzahl, schien es doch in den letzten Jahren für alle aufwärts zu gehen.

Aus meiner Sicht sind die letzten Wahl-Ereignisse eine Folge der fortschreitenden Automatisierung, die wiederum eine direkte Folge des technischen Fortschritts ist, der durch Globalisierung beschleunigt wird. Wir brauchen den technologischen Fortschritt inklusive Automatisierung, um als Spezies nicht unterzugehen, zur selben Zeit müssen wir verhindern, dass er unsere Gesellschaft spaltet – diese Gleichzeitigkeit ist eine große Herausforderung. Die Zusammenhänge möchte ich in diesem Artikel beleuchten.

Adam Smith und David Ricardo bewiesen um 1800 theoretisch, dass es bei freiem Handel und Arbeitsteilung (Spezialisierung) das Wohlergehen aller Mitglieder einer Gesellschaft höher ist. Die darauf folgenden zwei Jahrhunderte zeigten es in der Praxis. Anschauliche Zahlen dazu lieferte der kürzlich verstorbene Hans Rosling1. Die Globalisierung holte weltweit hunderte Millionen Menschen aus der Armut. Jeden Tag entkommen 130 000 Menschen extremer Armut2. Durch den globalen Handel wurde Geld in alle Teile der Welt getragen und aktivierte dort Fortschritt, der auch die Automatisierung vorantrieb.

Doch nicht alle gewannen. Wer seinen Job aufgrund von Produktionsverlagerung oder später Automatisierung verlor, konnte sich schwer darüber freuen, dass alle Produkte um ein vielfaches billiger wurden. Man gewöhnte sich schnell daran, dass beispielsweise Fernseher deutlich weniger kosteten als die Jahre zuvor. Der Fortschritt wurde als selbstverständlich empfunden, während die Wachstumsschmerzen – wie Arbeitslosigkeit – dem freien Handel zugeordnet wurden. Das Wahlergebnis zeigt uns, dass Globalisierung/ Spezialisierung und Verlagerung von Arbeit, zwar weltweit Wohlstand und Fortschritt bringt, aber vor allem in den Industrieländern auch viele Menschen den Boden unter den Füßen verlieren.

Der weltweite Wettbewerb beschleunigt Fortschritt, sorgt aber auch für Gewinner und Verlierer. So wie sich Unternehmen im Wettbewerb auf bestimmte Fähigkeiten fokussieren, so tun es Staaten: Es bilden sich Cluster, in denen sich ähnliche Unternehmen ansiedeln, die sich gegenseitig austauschen und anspornen und so einen Vorsprung zu ihrer Konkurrenz an anderen Orten herausarbeiten. Der Vorsprung schlägt sich in höheren Gewinnmargen nieder, die wiederumzu höheren Löhnen führt. Folglich profitieren diejenigen Arbeitnehmer am meisten von der Globalisierung, die in den maximal-wertschaffenden Clustern/ Unternehmen arbeiten. Für Deutschland liegt ein Beispiel auf der Hand – die Automobilbranche – wobei dort die bisherigen Kernkompetenzen Verbrennungsmotor und Fertigung ersetzt werden durch Elektrotechnik und Software, weshalb die in diesen Feldern führenden Clusters Silicon-Valley und Shenzen in China als Hub für Elektrobauteile die Branche unter Druck setzen (Ausgang offen).

Automatisierung reduziert mehr noch als Job Verlagerung für einen sinkenden Bedarf nach Arbeitskräften. Zwar stieg die Produktivität in den letzten Jahren kaum an, dennoch vernichtete sie noch mehr Jobs als die Globalisierung. „Wissenschaftler wie Daron Acemoglu, David Autor und andere schätzen, dass von den 5,8 Millionen Stellen im verarbeitenden Gewerbe, die zwischen 1999 und 2011 verloren gingen, lediglich 1 Million nach China gehen. […] Der Beitrag der Automobilindustrie zu US Wirtschaftsleistung etwa sank seit 1994 um rund 10 % – gleichzeitig schrumpfte die Zahl der Beschäftigten dort um 30 %.“3

Künftig sind alle Routine-Tätigkeiten von Automatisierung bedroht. Damit Roboter sie ausführen können, ist für jede Tätigkeit allerdings ein hoher Aufwand notwendig. Dies ist nur dann wirtschaftlich effizient, wenn ein lukrativer Markt damit erschlossen werden kann. Das führt dazu, dass Märkte, in denen viele Beschäftigte die selben Tätigkeiten ausführen, zuerst automatisiert werden. So werden in kurzer Zeit viele Angestellte von Automatisierung betroffen sein.

Eine der ersten und gleichzeitig größten Arbeitsgebiete, die durch Automatisierung umgekrempelt werden, ist die des Transports (Taxifahrer, LKW-Fahrer, etc.). In dieser Branche sind die meisten Menschen beschäftigt, folglich ist der Markt der weltweit attraktivste. Dies erklärt die enormen Summen, die aktuell von Autoherstellern, Zulieferbetrieben, Internetkonzernen und Forschungseinrichtungen in autonomes Fahren investiert werden.

In den bisherigen technischen Revolutionen [1] konnten Arbeiter von einer Tätigkeit, die von Maschinen ersetzt wurde, in die nächste wechseln, da sie einfach zu erlernen war. Was die kommende technische Revolution von den bisherigen unterscheidet, ist die „Intelligenz“ der Maschinen: Da sie selbst neue Tätigkeiten erlernen können, werden sie nach und nach alle einfachen Aufgaben übernehmen und keine für die Menschen übrig sein.

Der Mensch wird gebraucht, wenn die Maschinen stecken bleiben, zum Beispiel wenn unterschiedliche Schnittstellen, verworrene Zusammenhänge und fehlerhafte Algorithmen zu Chaos führen. Durch Globalisierung und technischem Fortschritt wird Komplexität zunehmen und der Bedarf nach Arbeitskräften für nicht-routine Arbeit steigen. Diese Stellen werden anspruchsvoller und folglich für wenige Menschen ausführbar. Hohe Arbeitsbelastung (auch Arbeitszeit) bei hoher finanzieller Entschädigung werden für diejenigen, die diesen Tätigkeiten gewachsen sind, die Folge sein. Es ist zu befürchten, dass sich in dieser Situation diejenigen als Verlierer fühlen werden, die keine passende Stelle finden, aber auch diejenigen, die, zwar hoch entlohnt, dafür für viele Stunden arbeiten müssen.

Zwei Vorschläge werden angesichts dieser Herausforderung als Lösung genannt: Das Einführen von Zöllen und bedingungslose Grundeinkommen. Warum ich beide nicht für wirksam halte, möchte ich kurz darlegen.

Zölle erscheinen als einfache Lösung, doch sind sie nur kurzfristig wirksam. Langfristig eröffnen sie eine Abwärtsspirale: Zölle sorgen dafür, dass Arbeitsplätze im isolierten Land entstehen, bezahlt durch die gleichzeitig steigenden Preise. Ziehen die Nachbarländer nach, wird der Handel zwischen den Ländern behindert, was beidseitig Arbeitsplätze reduziert. Würde man die Zölle weiter anheben, würde sich der Trend verstärken. Ziehen die Nachbarländer nicht nach, wird sich der Wert der Währung erhöhen, damit wird der Export verringert, mit dem selben Ergebnis abnehmender Arbeitsplätze. Zusammengefasst führen Zölle zu einer von den Bürgern bezahlten Ineffizienz und letztendlich zum Kollaps der nationalen Wirtschaft.

Die Herausforderung beim bedingungslosen Grundeinkommen liegt in der Festsetzung des Betrags, der an die Bürger ausgezahlt wird. Wenn Amerikaner von bedingungslosen Grundeinkommen sprechen, dann liegt er auf dem Niveau zur Sicherung der Existenz. Nach dieser Definition haben wir in Deutschland durch Harz 4 bereits ein Grundeinkommen. Wäre der Betrag höher, beispielsweise 1000 Euro pro Monat, würde man das Problem durch die Schaffung von Ineffizienz lösen: Es wäre eine Art Beschäftigungstherapie, durch die Menschen Dinge schaffen können, für die es eigentlich keine Nachfrage gibt (sonst wäre es ja schon heute möglich, dieser Beschäftigung nachzugehen). Der Markt sorgt dafür, dass tatsächlich sinnvolle Arbeit verrichtet wird. Außerdem besteht die Gefahr, dass das zusätzliche Geld schnell verpufft: Die Bürger könnten für alle limitierten Produkte wie Mieten mehr Geld ausgeben und wären daher bereit, mehr zu zahlen. Es wäre wahrscheinlich, dass die Mieten in Großstädten um 1000 Euro pro Monat steigen. Letztendlich würden das Grundeinkommen bei denjenigen landen, die die limitierten Produkte herstellen/ verkaufen/ vermieten. Des weiteren ist die Finanzierung des Grundeinkommens aus meiner Sicht nicht lösbar.

Technischer Fortschritt wird zu einer fortschreitenden Automatisierung führen, die unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen stellt: Menschen ohne Arbeit sind innerlich verzweifelt und verzweifelte Menschen treffen keine guten Entscheidungen. Die Entwicklung aufzuhalten oder in die 60er Jahre zurückzudrehen ist weder möglich noch wünschenswert: Wir brauchen den technischen Fortschritt, um die Lebensgrundlage nicht zu zerstören und das Wohlergehen der Menschen weltweit zu steigern. Was könnten also Lösungen sein? Aus meiner Sicht sind es nicht die großen Hämmer wie Zölle und bedingungsloses Grundeinkommen, sondern kleine Justierungen, die unsere Gesellschaft stärker machen werden:

Die Automatisierung wird dazu führen, dass sich die Verteilung von Einnahmen auf Kapital und Arbeit zugunsten des Kapital verschieben wird. Um dies auszugleichen, sollten die Einnahmen aus Kapitalerträgen genau so wie die aus Arbeit (Lohn) besteuert werden.

Gleichzeitig sollten die Löhne in sozialen Berufen steigen, da in diesem Sektor langfristig viele Menschen arbeiten können.

Es werden noch viele weitere Ideen und Maßnahmen notwendig sein – ich denke an flexiblere Arbeitszeiten, damit die durchschnittliche Arbeitszeit sinkt, an Bildungsangebote für alle Interessierten, lebenslang ihre Kompetenzen zu stärken – um den Übergang zu meistern, ohne auf dem Weg den Frieden zu gefährden.

Wir brauchen eine Wirtschaft, in der jeder Mensch gebraucht und jeder Mensch wertgeschätzt wird.4

[1] „Die erste industrielle Revolution bestand in der Mechanisierung mit Wasser- und Dampfkraft, darauf folgte die zweite industrielle Revolution: Massenfertigung mit Hilfe von Fließbändern und elektrischer Energie, daran anschließend die dritte industrielle Revolution oder digitale Revolution mit Einsatz von Elektronik und IT zur Automatisierung der Produktion.“5


  1. https://www.ted.com/talks/hans_rosling_shows_the_best_stats_you_ve_ever_seen 

  2. https://ourworldindata.org/a-history-of-global-living-conditions-in-5-charts/ 

  3. sz, Datum folgt 

  4. nach James Robinson, Professor an der University of Chicago, http://freakonomics.com/podcast/earth-2-0-income-inequality/ 

  5. http://www.its-owl.de/industrie-40/evolution-statt-revolution/ 

Interpreting 276k pre-orders of Tesla Model 3

276 000 pre-orders for the Tesla Model 3 within 3 days – it is hard to overestimate the significance of this signal. It shows two things:

  • There is a marktet for electrical cars today, and it’s huge
  • Tesla pretty much meets the customer requirements for a lot of people, in terms of
    • range: 350 km
    • form factor and measurements (no SUV!)
    • design: elegant sporty (not futuristic!)

The deposit of 1 000 Dollar is cleverly chosen: the amount is low enough to be parked for a future investment without impacting current spendings and high enough to make it only reasonable for people with a real willingness to buy.

This order intake with enormous value (276k * 42k Dollar average selling price = 11.6 Billion Dollar), should make it quite easy for Tesla to walk into a bank and get the money necessary for building up the production capacity at a very low interest rate. This means the production ramp up will be earlier due to high pre-orders. And this means that Tesla is able to improve on its only competitive weakness. I think I am not going too far with my interpretation of that signal predicting that Tesla will stay on top of the electrical car market as it turns mainstream.

My article on Tesla from 06/2014

KI und die Grenzen menschlicher Intelligenz

Der Film Ex Machina hat mich umgehauen, und vielen anderen Zuschauern ging es da ganz ähnlich. Das abstrakte Thema der künstlichen Intelligenz wird darin greifbar, verliert den Sciencefiction-Charakter. Man versteht, warum Stephen Hawking, Bill Gates, Elon Musk und andere davor warnen. Google, Facebook, IBM und Intel müssten sich nur verbünden, so denkt man, schon wäre künstliche Intelligenz Realität: „Das wird das größte Ereignis in der Geschichte der Menschheit werden – und möglicherweise auch das letzte“ [Stephen Hawking].

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Gerüchte um das Apple Car und die Bedeutung für deutsche Automobilhersteller

Keinem Thema habe ich bisher so viele Worte gewidmet wie dem Auto. Es tut sich einfach so viel auf diesem Markt, der vor allem für Deutschland so wichtig ist. Ein paar Gedanken zu den aktuellen Themen Apple Car, automatisiertes Fahren und der Bedeutung für Deutschland.

Apple Car

Als die ersten Gerüchte auftauchten, dass Apple an einem Elektroauto arbeiten würde, wollte ich nicht so recht daran glauben. Mir fehlte die Antwort auf die Frage nach dem Warum. Das Auftauchen einer Liste mit Ingenieuren, die in letzter Zeit zu Apple wechselten, machten das Gerücht jedoch um einiges glaubwürdiger, denn diese Leute ließen sich nur von einem Wechsel überzeugen, wenn tatsächlich ein ambitioniertes spannendes Entwicklungsprojekt lockte. Offensichtlich hätten die Strategen bei Apple eine Antwort auf die Frage nach dem Warum parat. Es sind jedoch auch Argumente zu lesen, warum an den Gerüchten nichts dran sein kann:

1. CEOs vor allem der deutschen Premiumhersteller sind überzeugt, dass Apple nicht in der Lage wäre, ein Premiumauto zu bauen.

Für kraftstoffbetriebene Fahrzeuge ist das unbestritten. Der Vorsprung der deutschen Hersteller in der Lösung der Komplikationen, die dieser Antrieb mit sich bringt, ist uneinholbar. In dem bevorstehenden Übergang zu elektrischen Antrieben ist der leider nur nicht mehr viel wert, denn dort treten die meisten dieser Probleme gar nicht auf. Dieser Übergang wird die Karten ganz neu verteilen, und viele Unternehmen sind denkbar, die sich einen Platz am Tisch sichern wollen, bevor sich der Markt wieder stabilisiert. Apple könnte eines davon sein.

2. Analysten denken, dass Apple nicht an diesem „Low-Margin Geschäft“ interessiert wäre.

Dieses Argument leuchtet nur auf den ersten Blick ein. Gerade Apple ist dafür  bekannt, sich in Low-Margin Märkten einen sehr lukrativen Cut zu erarbeiten1.

Die Erfolgsfaktoren aus dem Smartphonegeschäft ließen sich auf Autos übertragen. Es ist nicht abwegig, dass die Designer von Apple ein Auto gestalten können, das Käufer weltweit den aktuell Offerierten vorziehen würden. Zu lieblos und undurchdacht sind die meisten Fahrzeuge gestaltet. Ich denke, dass Autos vor allem nach zwei Kriterien ausgewählt werden: Design und Prestige. In beiden Bereichen ist Apple kompetent.

Kurz zusammengefasst: Apple kann sich das technische Know-How erkaufen, um in den Markt für Elektroautos einzusteigen, und sie haben die Kompetenz, den Verkauf in ein lukratives Geschäft zu verwandeln. 

Dies führt zu der viel interessanteren Frage in diesem Gedankenspiel:  Wie würde Apple die Produktion der Autos organisieren? Apple müsste Millionen dieser Fahrzeuge verkaufen, alles andere würde als Misserfolg gewertet werden. Doch die Fertigung großer Stückzahlen ist nicht leicht. Tesla scheint damit zu kämpfen. Waren für 2015 50.000 Model S Fahrzeuge angekündigt, sprach Elon Musk im Earnings Call im Januar nur noch von 55.000 Einheiten — Model S und X zusammengenommen2. Wahrscheinlich würde Apple nicht selbst Fertigungsstraßen eröffnen. Eher werden sie die Überkapazitäten nutzen, die es schon heute im Markt gibt, in Europa, aber auch in China. Gerade dort könnte Apple auf bestehende Beziehungen in die Zulieferbranche bauen. Dass die chinesische Regierung den Aufbau einer Lithium-Batterie-Branche vorantreibt, wäre vorstellbar. Wie beim iPhone könnten Design und Aufbau in Cupertino entwickelt und zu hundert Prozent von Zulieferern gefertigt werden.

Herr Zetsche von Daimler sagte: „Wir haben momentan die gesamte Wertschöpfungskette in unserer Hand“3. Tatsächlich liegt die Fertigungstiefe bei 25 Prozent. Googles Auto besteht aus Teilen von vier Zulieferern: Bosch, Continental, ZF und LG Electronics. Wer möchte, kann sich von diesen Anbietern das Innenleben eines Elektroautos liefern lassen. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, kann man in Apples langjährigen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Zulieferern eine weitere hilfreiche Stärke sehen. Dabei wird auch deutlich, wie groß die Bedeutung und das Ansehen der deutschen Zulieferbetriebe im Silicon-Valley auch bei Elektroautos ist.

An dieser Stelle soll noch einmal auf den großen Vorteil der Elektroautos mit Lithium-Ionen-Akku eingegangen werden. Dieser liegt in seinem hohen Wirkungsgrad. Wenn der Strom aus erneuerbaren Energien stammt, dann beträgt er von der Herstellung bis zum Reifen bei 74%. Selbst wenn der Strom aus Kohle stammt, sind es immer noch 28%, und damit noch knapp über dem des Benziners (24%). Der hohe Wirkungsgrad sorgt dafür, dass für den Betrieb von 10 Mio. Elektrofahrzeugen jährlich ca. 5% der Stromproduktion in Deutschland notwendig wäre — und durch Effizienzsteigerungen und Einsparungen an anderer Stelle mehr als kompensiert werden könnte.

Manch einer denkt im Stillen, dass Elektroautos nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zur Brennstoffzellen sind. Ich denke nicht, dass es so kommen wird, zu viele Argumente sprechen dagegen, die ich vielleicht ein andermal zusammentrage.

Automatisiertes Fahren – nah und doch so fern

Dass das automatisierte Fahren kommen wird, da ist man sich sicher, nur über das Wann kann man die verschiedensten Prognosen lesen. Während die einen schon in den nächsten Jahren mit der Serienreife rechnen, gehen andere von mehreren Jahrzehnten weiterer Forschung aus. Ich denke, dass es ein gradueller Prozess sein wird, der längst begonnen hat. Automatische Spur- und Abstandhaltesysteme, die das Fahrzeug sogar auf 0 km/h abbremsen und wieder beschleunigen, gibt es schon heute. Dass sie die Auffahrt auf die Autobahn und das Nehmen der Abfahrt auch hinbekommen würden, liegt nahe. Von dort ausgehend wird sich der Funktionsumfang erweitern, von Straßen mit hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten in Richtung der niedrigeren. Bis das Fahrzeug jede Situation meistern kann, wird es weiterhin Lenkräder geben, damit der Fahrer für diese Fälle das Steuer übernehmen kann. (Ich denke – anders als Google – , dass keine „Leih-“ Fahrer geben wird, die sich aus der Ferne mit dem Auto verbinden und in diesen Situationen übernehmen. Das macht Google wahrscheinlich nur, weil sie so früh wie möglich das Lenkrad los werden wollen.) Mit dem Einverständnis des Fahrers könnten die Daten an den Hersteller geschickt werden, der daraufhin seine Algorithmen überarbeitet und ein Update herausbringt. Ich kann mir vorstellen, dass wir in zehn Jahren die meisten Strecken über einen Autopilot zurücklegen.

Sicher ist für mich nur: Rechtliche Fragen werden das automatisierte Fahren letztendlich nicht aufhalten. Sollten die technischen Probleme gelöst sein, wird die Anzahl an verursachten Unfällen unter denen der menschlichen Fahrern liegen — denn der Mensch ist einfach ein sehr schlechter Fahrer. Damit hat der Staat ein Interesse, die rechtlichen Grundlagen zu schaffen. Für Versicherer ist es nur wichtig, die für eine Risikoabschätzung notwendige Datenmenge zu besitzen, um die Versicherungsprämie zu berechnen. Notfalls bieten die Hersteller die Versicherung einfach selbst an, da sie die Daten noch vor allen anderen besitzen. Oft liest man von dem Dilemma, wie wohl ein Auto entscheidet, wenn es zwischen dem Zusammenstoß mit einem Fahrradfahrer oder einem LKW entscheiden kann. Diese Frage verstehe ich nicht so recht. Bei dem Menschen lässt sich gar nicht vorhersagen, was er wohl tun wird, da er die Situation wahrscheinlich gar nicht richtig überblickt. Bei dem Fahrzeug kann ein Gericht entscheiden, wie es sich verhalten soll, und so wird es von da an geschehen.

Die Bedeutung für Deutschland

Ganz gleich, wer als neues Unternehmen im großen Stil in den Elektroautomarke einsteigt, für Deutschland wird es große Folgen haben. Mindestens 756.000 gut bezahlte Jobs hingen in 2013 in diesem Land von der Automobilbranche ab. Auch wenn die hiesigen Hersteller irgendwann merken, dass sie eine Chance haben, sich mit dem Markt zu wandeln — zukünftig werden deutlich weniger Menschen in der Herstellung und Entwicklung gebraucht werden. Es wäre also wichtig, schon heute die Grundlage für neue Branchen zu legen, die für Beschäftigung sorgen. Dafür müssen sich die europäischen Länder endlich einmal zusammenraufen, und ihre Stärken (beispielsweise ihre Diversität) ausspielen. Finnland könnte hier als Case-Study dienen. In den sechs Jahren vor 2012 fiel Nokias Beschäftigtenzahl in Finnland um 40 Prozent. Zu Hochzeiten um 2000 entfielen vier Prozent des finnischen BIP auf den Konzern.4


  1. http://www.vox.com/2015/2/23/8088231/apple-car-margins 

  2. http://www.reddit.com/r/teslamotors/comments/2v95tc/live_update_and_discussion_thread_tesla_motors_q4/ 

  3. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/neue-mobilitaet/daimler-chef-zetsche-keine-angst-vor-apple-und-google-13460908.html 

  4. http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article119769660/Die-Finnen-betrauern-den-Verlust-des-nationalen-Symbols-Nokia.html 

Square's mistake

If the mobile payment competition has not been strong before, with Apple entering the market this week with Apple Pay it became brutal. The company that got hit the hardest might be Square.

The pioneer in sending money via an extension on your smartphone and later via mail revealed a weak spot: Their goal (and value proposition) was to make payment as easy as possible, while still relying on credit cards. However, getting this card out of your pocket was far less of a hassle than dealing with the apps by Square and its copy-cats. Over time Square seems to have sensed that as they spread their offering from POS-cash-machines to food ordering and – with its acquisition of Caviar for presumably $90M in August 2014 – food delivery (another crowded space). Its high valuation prevented them from going public, and also made further investment rounds difficult (however, in October 2014 Square announced closing a Series E investment round, $150 M at a $8 Billion valuation). It is a complicated situation they find themselves in now.

Square’s biggest problem: Their business model is of a low-profit kind, as they have built their system on top of credit card institutes such as MasterCard and Visa. These two giants are able to demand hefty fees, while others take care that their anachronistic system keeps up with the pace of technological progress. This means little work for high returns which results in a profit margin of around astonishing 40 %. Square surely helping here.

Another problem is that merchants who use their cash machine can easily swap it with one that offers lower fees. All of them are built on credit cards, so nothing stops them from doing that. PayPal, Amazon and others are very willing to compete on price, and Square does not offer enough to move the game to another playing field.

If I would be in the position to suggest a strategy, I would recommend Square to go after the Point Of Sale Business. This is what they are already good at. Offer a great cash register that speaks NFC, provides controlling, accounting and analytic tools and more (there are a lot of other ideas to come up with that empower small shop owners). Leave the payment side to those who dare (for now).  ((Doing this means to acknowledge that some investments have to be written off.))

In short: Square (so far) failed to built a platform that locks in either the customers or the sellers. That is why Apple Pay might hit them so hard. Apple itself sees that business from a completely different point of view. They don’t plan to make money with that offering. Apple’s platform and cash cow is the iPhone, and with Apple Pay they have just one goal: Increase the lock in for iPhone customers even more.

Das Missverständnis über den Beruf des Politikers

In dem Computerspiel Democracy 2 schlüpft der Spieler in die Rolle eines Präsidenten einer demokratischen Regierung. Verschiedenste Nachrichten prasseln auf den Spieler ein, und er kann darauf mit den Werkzeugen eines Politikers reagieren, beispielsweise verschiedenste Steuern erhöhen und senken. Darüber hinaus erfährt er den genauen Stand seiner Popularität in der Bevölkerung. Ein Tester berichtete, dass es nicht lange dauert, und man beginnt unweigerlich, an den Schrauben zu drehen, die das Haushaltsbudget nicht ruinieren, aber doch die Bürger kurzfristig beruhigen — also genau so zu handeln, wie es Politiker im Allgemeinen tun.

Dieses Handeln führt in der Bevölkerung zu Unmut. Man wirft Politikern vor, wenn nicht aus Dummheit, dann aus Eigennutz zum Nachteil der Bürger zu handeln. Der Grund dieser Unzufriedenheit liegt meiner Meinung nach in einem Missverständnis gegenüber des Berufs des Politikers. Seine Aufgabe besteht nicht darin, das Volk in eine bessere Welt zu führen. Die Welt zu verbessern kann natürlich eine Motivation sein, in die Politik zu gehen — und es ist wahrscheinlich die ehrenhafteste.1 In der Praxis jedoch ist das primäre Ziel eines jeden Politikers, seine Wähler zu vertreten, oder greifbarer ausgedrückt, wiedergewählt zu werden. Deshalb trifft kaum ein Politiker eine Entscheidung für sich oder für das Gute der Welt, sondern um diesem Ziel näher zu kommen.2 Tatsächlich lässt sich fast jedes neue Gesetz zurückführen auf das Argument, dass es, wenn nicht Arbeitsplätze schaffen, dann wenigstens erhalten wird. Daraus lässt sich schließen, dass der Sicherung von Beschäftigung die höchste Priorität der Wähler ist. Und so lässt sich auch die Trägheit der Politik erklären, wenn es darum geht, auf Veränderung zu reagieren: Im Wandel wird es immer Phasen geben, in der Menschen ohne Anstellung sind.

Kurz gesagt: Der Beruf eines Politikers besteht nicht darin, den Staat in eine positive Richtung zu führen, sondern die Meinung seiner Wählerzielgruppe zu sammeln und umzusetzen.

Die Entrüstung war groß, als der Spiegel berichtete, dass „in der vergangenen Wahlperiode das Bundespresseamt rund 600 bislang unveröffentlichte Umfragen in Auftrag gab“,3 weil sich eine Vermutung bestätigte: Frau Merkel handelt so, dass sie beim Volk mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin beliebt ist. Als sie den Atomausstieg nach dem Unglück in Fukushima beschloss, dann wahrscheinlich nicht, weil sie einen Fehler erkannte und korrigieren wollte. Stattdessen hatte sich anscheinend die Meinung der Bevölkerung zur Atomenergie schrittweise geändert, und das tragische Ereignis hat die Meinung der Mehrheit erstmalig auf diese Seite schwenken lassen. Andernfalls hätte sie diese Maßnahme auch nicht durchsetzen können, denn schon bei der nächsten Wahl wäre ihre Partei abgestraft worden, und wir würden immer noch bei jedem Wahlkampf davon hören. Wenn Frau Merkel also relativ frei von Prinzipien handelt, dann vielleicht deshalb, weil die Menschen widersprüchlich und wechselhaft denken. Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient (Graf Joseph Marie de Meistre).

Einerseits täte es der Politiklandschaft in Deutschland sicherlich gut, würden es mehr Quereinsteiger – erfolgreiche Unternehmer und Ingenieure beispielsweise – in die Parlamente schaffen. Andererseits zeigte sich, dass sie in dieser anderen Welt nicht gut zurecht kommen4. Während der Erfolg eines Politikers maßgeblich mit seinem Können zusammen hängt, Beziehungen zu pflegen und Koalitionen zu schmieden, entwickelt ein Unternehmer eine eigene Strategie und setzt sie gegen alle Widerstände innerhalb des Unternehmens durch. Im Unternehmen haben sie durch ihren Status als Geschäftsführer die Legitimation dazu. In der Politik wird ihnen der Glaube, dass sie dort mit der selben Legitimation handeln, zum Verhängnis.

Der Erfolg der AfD bei der letzten Wahlen lässt sich mit der in der Bevölkerung vorhandenen Unzufriedenheit gegenüber der Erweiterung der EU und den damit verbundenen Verpflichtungen erklären. Die etablierten Parteien und auch in der Presse werden diese nicht widergespiegelt. Von oben herab die Vorteile dieses Zusammenwachsens aufzuzählen, ist da nicht hilfreich. Ich bin ein großer Verfechter des europäischen Gedankens, und ich sehe mich an erster Stelle als Europäer und erst an zweiter als Deutscher. Deshalb beunruhigen mich diese Ängste und der Erfolg dieser Partei. Andererseits bin ich froh, dass die Ängste artikuliert werden, denn nur dann lassen sie sich klären. Wenn man als Politiker durch Umfragen schon frühzeitig davon erfahren hat, umso besser.

Die Konsequenz aus diesen Mechanismen ist für mich nun nicht, eine stärkere Beteiligung der Bürger an der Gesetzgebung zu fordern. Dafür ist das Interesse an politischer Beteiligung einfach zu gering, noch dazu die Aufgabe zu kompliziert, um sie in der Freizeit adäquat ausfüllen zu können. Aber ich finde es nicht verwerflich, Ergebnisse aus Meinungsumfrage als Grundlage für Diskussionen und Entscheidungen zu nehmen. Natürlich darf man sie auch nicht zu ernst nehmen: Sie sind selten repräsentativ, da nur eine bestimmte Bevölkerungsgruppe überhaupt Zeit hat und bereit ist, daran teilzunehmen. Außerdem beeinflusst schon die Fragestellung das Ergebnis. Für den Politiker bedeutet es, noch mehr auf die Bürger zu hören. Oder mit offenen Fragen an die Bevölkerung Diskussionen anzuregen.5 Für den Bürger bedeutet es, statt auf Politiker zu schimpfen, lieber den eigenen Standpunkt zu finden und zu artikulieren. Merkel wird ihn hören.6


  1. Ich vermute, dass die meisten Politiker einfach in diesen Beruf hineingerutscht sind. 

  2. Wer nicht zur Wahl geht, wird bei Abstimmungen folglich nicht berücksichtigt.Und wer aus Protest Radikalen oder Komödianten seine Stimme gibt, verhindert nur, dass überhaupt über etwas abgestimmt wird. 

  3. http://www.sueddeutsche.de/politik/meinungsforschung-merkel-laesst-sich-ueberraschend-stark-von-umfragen-leiten-1.2119051 

  4. umgekehrt ist das genauso richtig 

  5. Im Gegensatz zum Populisten, der das genaue Gegenteil anstrebt. 

  6. Ich bin übrigens kein Merkel-Fan. Ich denke nur, dass sie nach dieser Philosophie handelt, und das finde ich gar nicht so schlecht. 

Smartphones & Electric Cars: Is Tesla about to disrupt incumbent car manufacturers?

Two days ago, I sat in the passenger seat of a Tesla Model S. The most surprising insight was that there were no surprises while driving this car. In the below blog, I will compare the smartphone market in 2007 and today with the market for electric cars, in order to make predictions for the latter going forward.

When Steve Jobs introduced the iPhone at Macworld in January 2007, the reception in the media was enormous. In the next six months, the iPhone has been the subject of 11,000 printed articles.1 Of course the executives of the big players at that time – Nokia, RIM and Palm – heard about the product but apparently did not take it seriously – their answer to the challenge posed that night launched not earlier than five years later. Building a smartphone is incredibly difficult. The competitors must have been sure, that Apple – having no knowledge base in this areas – would be doomed to fail. When the iPhone was released in June 2007, David Pogue found a few standard features of smartphones missing: „There’s no memory-card slot, no chat program, no voice dialing.“ You could not take videos, or send MMS, and not install software made by  others than Apple2. The iPhone – despite being away from being perfect – fascinated the people.

Seven years later, the smartphone market is vastly different. Market leaders have been either acquired, are bankrupt, or both. Two players – Apple and Samsung – make more than 100% of the profits of the market, which means that their competitors are bleeding cash.3 Recently, low cost products from Asia have put more and more pressure on the lower end of the market. „Huawei, LG and Lenovo each grew their smartphone shipments around two times faster than the global industry average“.4 As smartphones are becoming commodity products, differentiation that is rewarded by customers paying a premium is key to make profits. As Apple is a fully vertically integrated company, they are in a comfortable position to do so. They „just“ have to incrementally improve hardware and software and support its proprietary leading app ecosystem. Samsung, on the other hand, tries to get there, by adding new features5 and self-developped apps.  Google and Facebook seemingly have shifted their hardware dreams to the next hardware breakthrough.  

We are witnessing textbook disruptive innovation. A new product, initially inferior in many ways and superior in others, improved over time and eventually turned a market upside down. Only companies that initiated that change or adapted quickly were able to stay in the smartphone market.6 I wonder if the same might happen in the car manufacturing market. The electric engine (+ lithium batteries) is a disruptive technology, inferior in range and weight, but superior in acceleration, maintenance costs and in energy consumption, that can be produced eco-friendly and potentially without limit.

When Elon Musk introduced the Tesla Roadster in 2006, the car was seen either as the future of automobile7 or as a toy for the rich. A valid conclusion: low volume means low impact. Other car manufactures started to work on electric cars as well, but only half hearted. However, the ergonomics and the quality of the Tesla Roadster were good reasons for critique. Not only in these regards, Tesla’s second car named Model S, that has been shipped in the U.S. from June 2012 on, was a big step forward. It proved, what most car manufactures said to be impossible: building an electric car with a range of more than 300 km. And this car was not a unique proof of concept but is produced on a higher volume – 22.400 units in 2013 – and due to its price skimming strategy even sold with profits. They were not the only company launching an electric car, but they created the biggest buzz and positioned themselves as the most innovative car manufacturer.

I think it is safe to say, that electric motors will supplant combustion engines. The incumbent car manufacturers probably think that they still can catch up with Tesla once consumers widely adopt EVs. Yet, I am not sure, if this will work out, considering what happened in the smartphone market. Once car manufactures are on the same level technology-wise, it will get even more interesting. Electric drives are not rocket science. It will be more difficult to differentiate from competitors than it is today. The brand (for example based on being the first company that built a desired electric car), or superior design will be important factors. With the smartphone business in mind, there is a probably even more relevant area: Software and services. It is fascinating to see that Tesla obviously has these topics high up on their agenda. Software-wise: A massive touchscreen consequently replaces all other ways of input and internet services are deeply integrated (Google maps, browsing, apps). Charging stations all over the world could become an important service differentiator – and Tesla is already building them. I think that these capabilities will be crucial in the future and Tesla is building them up ahead of everyone else.8

Coming back to the drive with the Tesla Model S, the most stunning fact for me was that this car does not feel like the second car built by a startup. Incumbents were convinced that they were safe from new entrants because building gasoline-driven cars is very complicated. It turns out that with electric vehicles that is no longer true. The quality of the interior is not quite comparable with a BMW, but it is amazingly close. Incumbent car manufacturers should be scared of what is coming next.

The first serious competitor to the Model S in my opinion is BMW’s born-electric i3. While sharing the same drive technology, they differ in key aspects that have major implications:

  • i3 is meant to look  noticeable novel, S like a classic limousine
  • i3 is made for cities, S is not optimized for a specific terrain and offers more space for luggage and passengers
  • i3 is meant to complement to a 5er BMW, S is meant to replace a 5er BMW

  1. http://www.nytimes.com/2007/06/27/technology/circuits/27pogue.html 

  2. the app store was released one year later, in July 2008 

  3. http://daringfireball.net/linked/2014/02/12/phone-profit-share 

  4. http://stratechery.com/2014/two-bears-revisited/ 

  5. e.g. automatic scrolling 

  6. Documents show, that Android reacted to it immediately and moved from a Blackberry clone to an iOS clone http://www.theatlantic.com/technology/archive/2013/12/the-day-google-had-to-start-over-on-android/282479/ 

  7. http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2009/01/23/AR2009012301591.html 

  8. Not to forget their upcoming battery factory. Supply of these is the only thing limiting production right now. 

Warum Snapchat so erfolgreich ist

Bits Blog:

  • bei keiner anderen App kann man so in so kurzer Zeit/ mit so wenigen taps eine Fotonachricht verschicken
  • während Apps wie Instagram helfen, das eigene Leben spannender und schöner dazustellen, als es vielleicht ist, gibt einem das  hässliche Aussehen von Snapchat das Gefühl, dass auch nicht-perfekte Fotos abgeschickt werden dürfen

Nick D’Aloisio (13:37):

  • dass Nachrichten nach einer bestimmten Zeit wieder von den Smartphones verschwinden, entspricht der Natur unseres Gehirns, das in 24 Stunden ungefähr 95% der geführten Gespräche wieder vergisst. Facebook und andere Plattformen sind so gebaut, dass sie nichts vergessen – auch Gelöschtes nicht. Vielleicht ist Snapchat ein Vorbote von disappearing content.

Das Land der Gegensätze…

… so man hat es schon oft gelesen. Trotzdem brauchte ich den Anstoß eines Kollegen, um es wirklich zu begreifen. Er sagte: USA ist das Land der Extreme. Es gibt hier das grauenhafteste Bier der Welt, aber es gibt auch so viele kleine Brauereien, die wahnsinnig gutes Bier brauen. Und dieses Muster findet man überall.

  • Der Kult ums Kaffee kochen
  • Manche Taxis würden in Deutschland auf keinem Fall durch den TÜV kommen. Teslas – Leute, die damit gefahren sind, berichten, sie hätten die Zukunft des Automobils gespürt – fallen auf der Straße gar nicht mehr auf.
  • Für die Einen gibt es die besten Ärzte sofort, für die Anderen gar keine.

Man  könnte die List noch ewig weiterführen. Die Geschichte hat scheinbar in der DNA der Gesellschaft verankert, dass sich ihre Einzelteile nicht über die Zeit annähern, sondern in ihre extremen Ausprägungen erhalten bleiben. Irgendwie cool. Mir kommt es so vor, dass in Deutschland alles mehr in die Mitte tendiert: Es gibt viel okayes Bier, dass recht ähnlich schmeckt, aber wenig herausragendes, usw.

Facebook in 2017

Researcher from Princeton predicted that Facebook will be abandoned by 80% of its users by 2017 following the models of infectious diseases. Time might proof this to become true, but with the introduction of Paper1 Facebook revealed a shift in their strategy, that I think will make them immune.

For years Facebook has been mainly treated as a website by its founder. What you see when you type its address in the browser is the product. The first versions of its app were just this website shrinked on to a smaller screen. The reason for Facebook predecessors – friendster, myspace – to fail in the long term2 was that once users are accustomed to a design, major changes are impossible without drawing a lot of anger. By developing different designs for different customer segments Facebook can innovate and satisfy customers who are willing to adapt and those wo don’t at the same time. With a user base of 1.23 billion people3 the maintenance of an older version that is used by only 30% of its users is reasonable and manageable. The product Facebook now is what is running in the backend – the pure social graph.

The acquisition of WhatsApp emphasizes its ambition to own and control social. The fact that brand, design and business model won’t change (for now) shows that Facebook can appear quite differently. Consequently Facebook is rumored to be woking on separate apps – additionally to its messaging and photo taking app – such as a Calendar app.

Paper has been developed in Facebook’s Creative Labs. Josh Constine wrote on Techcrunch:

It’s an initiative that gives small teams the freedom to form within the company and build standalone apps or other projects that live outside the core Facebook experience. It’s not a physical space or formal reorganization of the company, but a way to explore new forms of social connection. […] One more huge benefit of building apps through Creative Labs instead of Facebook proper? They don’t have to monetize. Just like startups, Creative Labs apps can concentrate on building something people love that grows to be big before worrying about making money.

Another thought from the same article:

Perhaps Facebook Creative Labs could build a Facebook Arcade app that offers a rotating curated set of games from third-party developers, capitalizing on how the app stores are crowded with crap.

Interestingly that is what LINE messenger is doing already: Curating gaming apps and retain a certain percentage from in-app purchases. Surprisingly this accounts for a big portion of their revenue.

This new strategy enables new ways of commercialization and keeps the company fresh and flexible – probably for more than three years to come.


  1. a distinct app that shows the content of your timeline in a new and different way 

  2. additionally to its limited market penetration 

  3. in December 2o13